Rezension zu Elena & Joshua

Ihr Lieben,

es gibt eine tolle neue Rezi von der lieben Rose von BücherMondZauber, die ich euch nicht vorenthalten möchte ❤️ Schaut mal auf ihrem Blog vorbei!

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Die erste Begegnung mit Elena aus Joshuas Sicht

Du hast Elena und Joshua. Nicht nur im Traum gelesen und dich gefragt, was Joshua in dieser Nacht dazu getrieben hat, an jenem Ort aufzutauchen? Finde hier die Antwort! (Für jene, die das Buch nicht gelesen haben: Der folgende Text könnte Spoiler enthalten, obwohl ich mich bemüht habe, diese zu verhindern 😉 )

 

Die erste Begegnung mit Elena aus Joshuas Sicht

Ich stehe auf dem Dach eines Hochhauses und blicke hinunter auf die Stadt, die vermutlich nie so wirklich meine Heimat wird. Der Ausblick ist trotzdem fantastisch, weshalb ich  hier schon eine ganze Weile stehe. Auch, weil sich vor etwa einer halben Stunde etwas geändert hat, in mir. Schon öfter kam es mir so vor, als würde mein Unterbewusstsein versuche, mich an Orte zu führen. Auch jetzt scheint es mich wegzuziehen. Irgendwo in den Norden der Stadt.
Bisher hat es nie zu etwas geführt, diesem Impuls nachzugeben. Doch ich kann nicht leugnen, dass es mich neugierig macht. Heute mehr als sonst. Bei diesem Geständnis mir selbst gegenüber verlasse ich das Dach und beeile mich, dem Ruf dieser Nacht zu folgen.

Alle meine Sinne sind geschärft, denn eine der Kreaturen sitzt keine zehn Schritte vor mir, als ich an meinem Ziel ankomme. Sie hockt auf dem Grabstein, wegen dem ich die vergangenen Male hier her gekommen bin und späht in die Dunkelheit. Wartet sie auf mich? Als ob sie mir etwas anhaben könnte.
Ihre Augen scheinen in der Nacht zu leuchten, doch sie sieht nicht in meine Richtung. Ich trete ein paar Meter vor ihr auf den Weg. Sie zischt leise und springt von dem Stein herunter. Sofort renne ich los, im selben Moment, in dem auch sie reagiert. Sie springt ab und ich ducke mich. Steine fliegen durch die Luft, als sie landet und ich gleichzeitig herum wirble. Mein Messer rutscht an ihrem Rücken ab, doch ich packe sie mit der anderen Hand, reiße sie herum und lande einen Treffer in ihrer Brust. Meine Klinge rutscht mir aus den Händen, als sie mit ihr zu Boden gleitet.
Die Kreatur macht einen letzten Atemzug, dann erlischt der Glanz in ihren Augen. Ich schaue angewidert weg und ziehe den Dolch heraus. Mit einem nassen Geräusch gleitet er aus dem Körper, Blut tropft von der Klinge auf den Boden. Ich schaffe es, rechtzeitig zur Seite zu treten. Im nächsten Augenblick löst er sich auf und zurück bleibt nur der Geruch von Asche.
Ich sehe mich um. Die Nacht ist wieder ruhig. In der Ferne höre ich die Geräusche der Schnellstraße, doch in meiner unmittelbaren Umgebung ist es totenstill.
Das war alles? Deswegen bin ich hier? Seltsam. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es schon fast Mitternacht ist. Ich hätte heute einen Besuch tagsüber geplant, der ist jetzt aber nicht mehr notwendig. Mit einem Kloß im Hals wende ich mich dem Grabstein zu.

Fernandez steht in großen Buchstaben ganz oben auf dem Stein. Meine Eltern.
Ich reibe mir mit der Hand über die Stirn. Wie immer weiß ich hier nichts mit mir anzufangen. Zu ihm zu beten hat keinen Sinn, warum also Zeit dafür verschwenden und für letzte Worte an sie, ist es auch zu spät. Ich weiß nicht wohin mit meinen Händen, checke aus Gewohnheit mein Handy auf Nachrichten. Es sind drei, alle im Channel der Ehrengarde. Elias hat heute Nacht die Leitung der Einsätze übernommen, was wirklich selten ist.
Der Channel dient nur dazu, alle wissen zu lassen, was gerade Sache ist. Die eigentliche Kommunikation läuft über Funk.

Elias @ „Ehrengarde“ 23:42
Team 2 ist jetzt auf dem Weg zur Theodor-Heuss-Brücke. Im Polizeifunk wurde ein tollwütiger Hund gemeldet.

Ruben @ „Ehrengarde“ 23:48
Wir sind schon da. Hier ist alles ruhig…

Elias @ „Ehrengarde“ 23:51
Joshua, ich brauche dich vermutlich erst gegen fünf wieder.

Ich komme nicht dazu, zu antworten, dass ich den tollwütigen Hund wahrscheinlich gerade ausgeschaltet habe. Ein Geräusch in meiner Nähe lässt mich innehalten. Lautlos lasse ich das Handy in meine Jacke gleiten, lege die Hand an den Griff meiner Waffe und lenke meine Sinne in die Nacht. Tatsächlich. Vom Haupteingang sind Schritte zu hören, aber es klingt nicht nach einem Schattenwesen. Die Schritte kommen näher, sind aber zu geschmeidig. Verwirrt halte ich inne. Es hört sich an, wie der Gang einer Frau, die sehr klobige Stiefel trägt. Das lässt mich einen Moment schmunzeln. Ich mache einen Schritt zur Seite und gehe hinter einer Statue in Deckung.
Die Frau, die vermutlich jünger ist als ich, kommt den Weg entlang und im ersten Moment denke ich, dass sie es ist. Doch das ist unmöglich. Und doch… Figur, Haltung und vor allem die langen schwarzen Haare könnten passen. Und die Schönheit. Kurz bin ich gebannt, besinne mich dann aber des Ortes. Was mach sie hier? Während sie näher kommt, ruht das Licht des Mondes auf ihr, lässt sie fast strahlen. Ich merke, dass ich die Luft anhalte und atme langsam aus. Trotzdem schlägt mein Herz  viel zu schnell und meine Handflächen werden nass.

Sie biegt etwa zwanzig Meter vor mir auf einen Weg ein und geht an einem der Urnengräber in die Hocke. Sie wischt sich Tränen von der Wange und meine Hand hebt sich in ihre Richtung. Ich balle sie schnell zur Faust. Als hätte ich ein Recht, sie zu berühren.
Eines ist jedoch klar: Wer auch immer sie ist, Gefahr geht offensichtlich nicht von ihr aus, also zwinge ich mich dazu, die Hand vom Griff der Waffe zu lösen.
Dann trete ich langsam aus dem Schutz der Statue auf den Weg. Obwohl ich kein Geräusch gemacht habe, zuckt ihr Blick sofort zu mir und wir schauen uns einen Moment einfach nur an.

Schließlich scanne ich noch einmal die Umgebung und gehe auf sie zu. Als ich in den Weg trete, auf dem sie ein Stück von mir entfernt auf dem Boden hockt, richtet sie sich abrupt auf. Ich sehe kurz Angst in ihren Zügen, dann Neugier. Aber kein Erkennen. Sie reagiert überhaupt nicht so, als würde sie mich kennen. Von nahem wirkt sie noch menschlicher. Sie kann es nicht sein.
Zufrieden bemerke ich, dass sie eine gesunde Selbstverteidigungshaltung einnimmt. Immerhin. Was denkt sie sich dabei, mitten in der Nacht hier zu sein? Was hätte alles passieren können, wenn ich heute Nacht nicht hier gewesen wäre. Die Kreatur hätte sie gefunden, schießt es mir durch den Kopf.
„Guten Abend“, sage ich, als ich vor ihr stehenbleibe.
„Hallo“, erwidert sie mit betont fester Stimme. Sie ist verwirrt, dass sehe ich ihr an. Aber das bin ich auch.
„Eine schöne Nacht, nicht wahr?“, sage ich und muss mir bei der Frage selbst das Lachen verkneifen.
Sie lächelt und wirkt sofort entspannter als zuvor. „Wir sind auf einem Friedhof und es ist die Nacht vor Allerheiligen. Ich habe schon schönere Nächte erlebt.“
Ungewollt muss ich lachen. „Was machst du dann hier?“
Sie zeigt auf das Grab. „Sie besuchen.“
Es ist das Grab eines Ehepaares.
Veronika und Marius Herrmann. Geliebte Eltern von Elena.
Mein Blick fällt auf das Datum darunter. Nein! Das kann kein Zufall sein!
Da sie mich abwartend ansieht, zwinge ich mich zu einer Reaktion: „Deine Eltern?“ Meine Stimme bricht weg. Das sie nickt, bekomme ich kaum mit. „Ich habe dich hier noch nie gesehen?“ Joshua, du Vollidiot. Dämlicher geht’s ja kaum noch, schießt es mir durch den Kopf.
Doch sie zeigt keine Spur davon, sich über meine Frage zu ärgern. Sie wundert sich scheinbar nicht einmal. Stattdessen huscht ein trauriger Schatten über ihr Gesicht und sie seufzt. „Ich muss zugeben, meine Besuche werden immer seltener. Obwohl sie mir sehr fehlen.“
„Das tut mir sehr leid“, murmle ich automatisch.
„Danke“, sagt sie ebenso automatisch. Diese Worte klingen wie einstudiert, als wären Beileidsbekundungen normal für sie. Aber nichts an dieser Nacht ist normal.

(C) Carina Schaberl

Du hast den Text gelesen, obwohl du das Buch nicht gelesen hast? Dann hoffe ich, dich ein bisschen neugierig gemacht zu haben. Eine Leseprobe der ersten 30 Seiten aus Elenas Sicht gibt es überall dort, wo es eBooks gibt KLick … Amazon

Du hast diese Zeilen gern gelesen und mochtest auch mein Buch? Oder vielleicht nicht? Egal was du denkst, ich freue mich, wenn du es mir hier oder auf FB/Instagram mitteilst.

(Die Pistole im Bild ist ein Karneval-Accessoires)
(Die Funko Pop Figuren sind so nicht erhältlich. Es wurden bereits existierende Charaktere auf die Beschreibungen von Elena und Joshua angepasst.)

 

Jetzt erhältlich: Elena & Joshua

Ich freue mich wie Bolle! Seit dem Jahreswechsel ist er endlich erhältlich, Band 1 der Romantasy-Reihe um Elena und Joshua. Lernt die beiden und ihre Welt kennen, sie nehmen euch mit auf eine Reise, auf der unvorstellbares möglich werden könnte!

Über das Buch: Am Grab ihrer verstorbenen Eltern lernt Elena ihn kennen: Joshua, der ihr so viel vertrauter ist, als es sein dürfte. Bald wird klar, dass die beiden nicht nur dasselbe Schicksal sondern auch ein dunkles Geheimnis verbindet. Sofort beginnt es zwischen ihnen zu knistern. Doch dann setzt Joshua sie in einer für sie vollkommen fremden Welt ab und verschwindet wieder aus ihrem Leben, das innerhalb weniger Stunden komplett auf den Kopf gestellt wurde – durch ihn und auch durch eine neue Erkenntnis: Sie ist ein Engel, und wie er wurde sie als Seraphim geboren, schwarze Engel von hohem Rang.